Ablatio mammae
Operative Entfernung der Brust

Adenocarcinom
Krebsgeschwulst, der drüsiges Gewebe nachahmt, z. B. in Lunge, Brust, Magen, Darm, Prostata u. a.

Adenom
Gutartiger Knoten in der Schilddrüse; häufig sind Adenome funktionell aktiv ("heiße Knoten") und können zur Überfunktion führen

Adenomatös
Drüsenförmiges Wachstum

Adjuvante Therapie
Jede „unterstützende“ Therapieform. Wenn nach der vorhergegangenen Therapie (Operation, Strahlentherapie) kein Tumor mehr nachweisbar ist, aber das Vorhandensein einzelner Tumorzellen nicht ausgeschlossen werden kann, wird adjuvant therapiert, zum Beispiel mit Hormonen (adjuvante Hormontherapie), Zytostatika (adjuvante Chemotherapie)

Affinität
Neigung/Triebkraft zum Eingehen einer Verbindung, z.B. zwischen Antigen und Antikörper, chemischen Elementen, Wechselwirkung zwischen Rezeptor und Hormon, etc

Akropachie
Knochenverdickung mit gleichzeitiger Weichteilverdickung an Fingern und Zehen bei länger bestehender Hyperthyreose

Albumin
Wasserlöslicher Eiweißkörper. 50 – 60% Anteil an den Eiweißstoffen im menschlichen Serum. Aufgabe: Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks im Gefäßsystem, Trägerstoff für Spurenelemente, Vitamine, Pharmaka, etc.

Alimentär
Mit der Nahrung/Ernährung zusammenhängend

Alopezie
Vorübergehender Haarausfall, der durch eine Chemotherapie verursacht sein kann. Der Haarausfall betrifft die gesamte Körperbehaarung, einschließlich der Kopfhaare

Alphafetoprotein (AFP)
Eiweißgruppe, die im Gewebe von Embryos vorkommt, bei Erwachsenen normalerweise nicht. Das Wiederauftreten von AFP kann das Anzeichen einer Krebserkrankung sein, zum Beispiel von Hodenkrebs, Leberkrebs

Aminosäuren
Wichtige chemische Bausteine der Eiweisse
Eiweiße bestehen aus Aminosäuren

Amiodaron
Antiarrhythmikum (Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen) der Klasse III. Einsatz bei supraventrikulären und ventrikulären Arrhythmien (Rhythmusstörungen des Herzens).Hoher Jodgehalt, daher kann der Einsatz des Medikaments bei bestimmten Schilddrüsenkrankheiten (latente/manifeste Hyperthyreosen bei Autonomie oder Immunhyperthyreose) zu Problemen führen. Vor dem Einsatz dieses Medikaments ist in jedem Fall eine Schilddrüsenuntersuchung notwendig

Anabol
Aufbauend, Umwandlung von Nahrungsstoffen in körpereigene Substanzen (z.B. in Muskulatur)

Analgetika
Überbegriff für Schmerzmittel wie Aspirin, die nicht mit einem Bewusstseinsverlust einhergehen

Anamnese
Vorgeschichte eines Kranken

Anämie
Blutarmut. Verminderung des Blutfarbstoffes (Hämoglobin) mit oder ohne Verminderung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten)

ANC
Engl. Abkürzung für "Absolute Neutrophil Count" - Maß für die Anzahl (Konzentration) der neutrophilen Granulozyten (für die Infektabwehr verantwortlicher Typ von weißen Blutkörperchen) im Blut

Androgene
Männliche Geschlechtshormone, deren wichtigstes das Testosteron ist; Androgene stellen Vorstufen der Östrogene dar

Angiogenese
Prozess, durch den neue Blutgefässe zur Versorgung von Zellen, Organen und Geweben gebildet werden (auch von Tumoren)

Angiosarkom
Seltener gefährlicher Tumor, der in den Blutgefäßen entsteht

Anti-Angiogenese
Die Hemmung der Blutgefässneubildung wird als Anti-Angiogenese bezeichnet

Antibiotikum
Stoffe, die gegen Bakterien gerichtet sind. Sie werden zur Behandlung von Infektionen verwendet. Penicillin war das erste Antibiotikum

Antigen
Jede Substanz, die von außen kommt und dem Körper „fremd“ erscheint. Substanz, die in der Lage ist, im Körper eine Reaktion des Immunsystems (Bildung von Antikörpern) auszulösen

Antigen-Antikörper-Komplex
Ein Molekül, das aus der Verbindung von Antigenen mit Antikörpern entsteht

Antigenität
Fähigkeit einer Substanz als Antigen zu wirken

Antiinfektiva
Medikamente, die Infektionen bekämpfen, wie zum Beispiel Antibiotika

Antikarzinogen
Krebshemmende Substanz, mit der die Wirkung eines Karzinogens unterdrückt oder aufgehoben wird

Antikarziogen
Krebshemmend

Antikörper
Spezielles Protein, welches vom Körper produziert wird und auf fremde Substanzen (Antigene) reagiert

Antimetabolit
Chemische Verbindung, deren Struktur einer anderen, natürlichen Substanz sehr ähnlich ist, nämlich den Metaboliten, die den Stoffwechsel beeinflussen. Antimetaboliten sehen so aus, als seien sie normale Metaboliten. Sie dringen in den Stoffwechsel ein und blockieren bestimmte biochemische Reaktionen, weil sie eben nicht die „echten“ Metaboliten sind. Wenn die Antimetaboliten für die Tumorzellen mit ihrem besonderen Stoffwechsel schädlicher sind als für die gesunden Zellen, werden sie bei der Chemotherapie verwendet.

Antioxidativ
Antioxidationsmittel, E antioxidants, Substanzen, die Moleküle vor der Oxidation schützen, indem sie Elektronen abgeben oder Wasserstoffatome aufnehmen, ohne dabei selbst in reaktionsfähige Moleküle umgewandelt zu werden

Antiöstrogen
Chemische Substanz (Medikament), die die Wirkung der Östrogene partiell oder komplett aufhebt. Sie stimulieren dadurch die Abgabe von Gonadotropinen aus der Hirnanhangsdrüse

Antiöstrogene
Hemmstoffe des körpereigenen weiblichen Hormons Östrogen. Sie binden sich anstelle des Östrogens an dessen Hormonrezeptoren und spielen eine wichtige Rolle bei der Therapie von Brustkrebs

Antiserum/Immunserum
Serum, das Antikörper gegen Krankheitserreger enthält

Apoptose
Der programmierte Zelltod, ist ein für die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines vielzelligen Organismus lebenswichtiger Mechanismus

Arimidex
Krebsmittel welches meistens bei Brustkrebs verabreicht wird, wenn eine Behandlung mit Tamoxifen nicht mehr hilft

Aromatase
Enzym-System das zur Umwandlung von Androgenen in Östrogene benötigt wird. Aromatase ist in zahlreichen Geweben bzw. Organen nachgewiesen worden

Arylhydrocarbonrezeptoren
Rezeptoren im Gewebe, die Dioxin binden. Sie finden sich im Endometrium und auch im Mammakarzinomgewebe. Als körperfremde Substanz ist Dioxin nicht der natürliche Ligand (an den Rezeptor bindende Substanz). Als natürlichen Liganden vermutet man ein Steroidhormon. Es ist denkbar, dass die schädigende Wirkung von Dioxin auf den Körper über diesen Rezeptor vermittelt wird

Ätiologie
Ursache einer Krankheit

Ätiologischer Faktor
Verursachender Faktor

Atrophie
Rückgang, Schrumpfung. Eine Atrophie der Schilddrüse kommt vor bei der chronischen Autoimmunthyreoiditis vom Typ Hashimoto

Autoantigen
Körpereigene Substanz (aus Zellen, Zellstrukturen), die vom Immunsystem als fremd erkannt wird

Autoantikörper
Vom Immunsystem hergestellter Eiweißstoff, der körpereigenes Gewebe angreift. Er kann zur Zerstörung des Gewebes führen (bei der Autoimmunthyreoiditis vom Typ Hashimoto) oder aber zur Stimulation von Zellen führen (bei der Immunhyperthyreose vom Typ Morbus Basedow)

Autoimmun- /Autoaggressionskrankheiten
Krankheiten des menschlichen Immunsystems, bei denen Immunzellen das eigene Körpergewebe schädigen

Autonomes Adenom
Alter Begriff für: unifokale Autonomie. Knoten in der Schilddrüse, der unabhängig vom Steuerungshormon Schilddrüsenhormone produziert. Folge kann eine Überfunktion sein. Unifokale Autonomien sind nahezu ausnahmslos gutartige Knoten

Autonomie
Selbständig, unabhängig. Bezeichnet Überfunktionsform, die unabhängig von TSH-Steuerung ist

Autoregulation
Selbständige Regulierung eines geschlossenen oder offenen Systems ohne feste Steuerung von außen. Beispiel: Autoregulation der Schilddrüse bei Ausfall der TSH-Regulation durch die Hypophyse

Autotransplantation (autologe Transplantation)
Gewebe - zum Beispiel Haut - eines Patienten oder einer Patientin wird von einer Stelle des Körpers zu einer anderen transplantiert